Wer in diesen
Raum eintritt, kommt nicht aus dem Regen heraus. JF Guiton hat
hier überdimensonierte Regentropfen auf die Innenseite einer
riesigen Fensterfläche versetzt, wo ihre projizierte Wirklichkeit
langsam herunterkullert. Der bildliche Rückprall des Regens
im Raum wird noch dadurch unterstrichen, daß der Blick durch
dieses Fenster auf eine dunkle Rückwand stößt.
Weiter ist es unmöglich, den ganzen Regenfall mit den Augen
zu erfassen: Er breitet sich über die Ränder des Blickfeldes
hinaus aus, während der Blick selbst an den einzelnen übergroßen
Tropfen hängenbleibt. Ihre unaufhaltsame Bahn, von oben nach
unten, setzt immer wieder neu die Verkehrung von außen nach
innen vor Augen. Hinzu kommt noch das ausgehöhlte Geräusch
der Tropfen, das einem Echo gleich von den Wänden in den Raum
einsinkt. Dieser Regenfall verdichtet sich zum Kunstwerk, indem
er unsere eigene Wetteranfälligkeit zur Darstellung bringt.