Jean-François Guiton hat links und rechts des
kreuztragenden Christus am Mittelpfeiler hinter dem Hauptaltar zwei
Monitore gestellt, auf denen Bilder aus einem schwarzweiß
Film
zu sehen sind, konkret das Hineinschlagen eines Nagels in eine Hand.
Mit diesen Bildern wird das vorweggenommen, was dem kreuztragenden
Christus bevorsteht, oder anders gesagt, eine paradoxe Zeitlichkeit
wird entworfen, die derjenigen des Traums entspricht. Denn in diesem
macht das Nacheinander der Kausalrelation einer Gleichzeitigkeit
Platz. Alle zeitlichen Relationen werden im allgemeinen zu Ortsrelationen.