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La Ronde
1992 Reigen  -  Round Dance
 
1 video channels
2 audio channels
4 monitors
3 slides projectors
 
projection
Institut français de Palerme, 1992
Vier Videomonitore sind mit ihren Bildschirmen einander so zugeordnet, daß sich ein kubischer, nur von oben einsehbarer Bild-Raum ergibt. Den Boden dieses würfelförmigen Zwischenraums bildet ein quadratischer Spiegel, in dessen Fläche sich die vier Bildschirme in einen Art imaginärem Schacht anscheinend unendlich nach unten zu spiegeln vermögen. Guitons Permanent-Programm für diesen virtuellen Spiegelschacht sind Video-Aufnahmen von rot glühender, langsam nach unten fließender Lava und die dazu gehörenden aus Lautsprechern zu hörenden dröhnenden Geräusche. Was man sieht und hört, ist somit der technische Nachball eines nunmehr kubischen Vulkanschlotes. Guiton nutzt die von sich aus skulptural wirkenden Monitorgehäuse um gleichsam eine Feuerstelle, eine Begrenzung des glühenden Schlundes in den Raum zu setzen. Die vier schwarzen Blöcke, kombiniert mit der imaginativen Kraft des hellrot leuchtenden Feuers und des dröhnenden Soundtracks, reichen aus, um die technische Vergegenwärtigung einer gewaltigen Naturkraft zu inszenieren. Doch das ist noch nicht alles: über dem leuchtenden Schlot und damit auch über den Köpfen der Betrachter dreht sich ein makabrer Tanz aus einer anscheinend nicht enden wollenden Reihe von Totenköpfen und mumifizierten Menschenschädeln.

 

 
ronde
C.A.C de Basse-Normandie, Hérouville-Saint-Clair 1998 
moniteur