<

Hinters Licht

go to pictures

3 video channels

4 audio channels

2 video projectors

1 monitor

Die Weserburg, Museum für moderne Kunst, 2008

Die Grundlage dieser interaktiven Videoinstallation bilden Projektionen von Neon- röhren, die wie ein permanent rotierendes weißes Gefl echt die Wände des Raumes bedecken. Zugleich hört man feine helle Töne, welche man vom Starten einer Neonröhre kennt und die sich hier zu einem rhythmischen Konzert ergänzen. Den Mittelpunkt der Arbeit aber bildet das Bild eines bunten Schmetterlings, das in einer kleinen Box an der rechten Seite des Raumes hängt. Der Schmetterling, ein Tagpfauenauge, bewegt seine Flügel und dieser Flügelschlag scheint wiederum die Bewegungen der Röhren und den Rhythmus der Starterklänge zu beeinflussen und zu steuern, so als läge hier in dieser kleinen Box die „Schaltstelle“ der ge- samten Installation, welche gleichsam den Mikrokosmos des Raumes dirigiert. Geht der Betrachter auf diesen Punkt zu und nähert sich dem schönen Insekt, um es zu betrachten, erlöschen die Bilder an den Wänden und alle hörbaren Töne. Entfernt er sich jedoch von diesem Punkt des Interesses, setzen das Klangkonzert und auch die Bilder wieder wie von selbst ein.

▸▸ Peter Friese

The basis of this interactive video installation is comprised of projections of neon tubes that, like a permanently rotating white mesh, cover the walls of the space. One simultaneously hears subtle, clear tones, the kind one is familiar with when a neon tube is turned on, which complement one another here to produce a rhythmic concert. The focus of this work, however, is a colorful butterfly hanging in a small box on the right side of the space. The insect, a peacock butterfl y, is moving its wings, and this wing beat in turn appears to influence and control the movements of the tubes and the rhythm of the sounds of their starting up in much the same way as if this small box was the “nerve center” of the entire installation, directing, so to speak, the microcosm of the space. If the viewer approaches a spot and draws closer to the beautiful insect in order to examine it, the images on the wall and all audible sounds are extinguished

 

▸▸ Peter Friese

     translation: Rebecca Van Dyck

Kunstverein Ruhr, Essen 2004

Die Weserburg, Museum für moderne Kunst, 2008

Galerie der Luxun Academie, Shenyang, V.R.China, 2006

Lichtrouten, Lüdenscheid 2006